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Friedrichshafen, 2014

Graf Soden Realschule

Die Bestandsgebäude der Graf Soden Realschule sind typisch für die Architektur der 1970er Jahre in Deutschland. Die Atrium-Typologie in Verbindung mit einer Stahlbeton-Fertigteil-Konstruktion sprechen eine klare aber auch raue architektonische Sprache. Die Klarheit und Logik der Grundrisse wird aus dem heutigen Empfinden durch den nüchternen architektonischen Ausdruck konterkariert.

Die Erweiterung des Gebäudekomplexes nimmt die positiven Strukturen einer klaren Grundrissfügung auf und entwickelt um einen Innenhof ein Ensemble von Klassenräumen und Mensa. Hierbei werden horizontale und vertikale Erschließungsstrukturen fortgeführt und Altbau und Neubau in ein Gesamtsystem überführt.

Der architektonische Ausdruck ist unserer Zeit verpflichtet, ein Spiel von geschlossenen Kuben und filigranen Fassaden versuchen, das Interesse des Betrachters zu wecken. Besondere Sorgfalt gilt der Material- und Farbwahl: Natürliche Materialien wie Sichtbeton, Holz und Glas werden durch ein vitales Farbkonzept ergänzt. Die Grundfarben der Graf Soden Realschule, ein Logo und der Farbentwurf aus den 1970er Jahren sind Leitbild für die Differenzierung der Schulgeschosse.

Von besonderer Bedeutung ist der Entwurf der Mensa als öffentlicher Raum. Hier leistet eine weit gespannte Holzkonstruktion stützenfreie Flexibilität im Raum und Belichtung über die Dachfläche gleichermaßen.

Bauherr Stadt Friedrichshafen
Architekt Aldinger Architekten, Planungsgesellschaft mbH
Planung 2009 – 2012
Bauzeit 2012 – 2014
BGF 3.170 qm
BRI 11.700 cbm
Baukosten 8,6 Mio. €