Wendlingen am Neckar, 1986

Hauptverwaltung Einrichtungshaus Behr

Die städtebauliche Hauptaufgabe für das neue Verkaufshaus war, sich gegen Brücke, Eisenbahn und die Großformen der Industriebauwerke zu behaupten und gleichzeitig die Stadteinfahrt baulich einzufassen.
Der 26 m hohe Werbeturm an der Bahnlinie markiert den Neubau mit Fernwirkung zur B 313 und zur A 8 hin. Die geschwungene Hauptfassade folgt dem Verlauf der Bahnhofstraße. Das Glashaus zur Stadt zeigt dem Ankommenden, was Behr zu bieten hat, und ist in Größe und Volumen an die benachbarten, bestehenden Pförtnerhäuschen angepasst.

Im neuen Haus stehen neben mehr als 3000 m² Verkaufsfläche daher auch etwa 800 m² Verwaltungsflächen zur Verfügung, die im 2.Obergeschoss als Hufeisen um einen grünen Dachhof angeordnet sind.
Die rationelle Verwendung von Fertigteilen ermöglichte kurze Bauzeiten und eine großzügige Ausstellungskonzeption.

Auch für die Fassade wurde eine Bauweise aus vorgefertigten Elementen gewählt. Die gewellten Aluminiumbleche sind von der Bauart her eine Industriefassade und von der silbernen Oberfläche her geeignet, die Übergänge zu den Putz- und Glaswänden zu schaffen.

In der Teilunterkellerung ist äußerst kompakt eine komplette Klimaanlage mit Wärmerückgewinnungsmöglichkeit und Kühlung für die Verkaufsgeschosse untergebracht. In den Büros können die Mitarbeiter nach Belieben die zahlreichen Fenster öffnen und schließen. Vollklimatisierte Büros werden nicht mehr als angenehm empfunden. Die Wärmeversorgung erfolgt über das firmeneigene Heizkraftwerk.

Die Aufgabe, für eine in Design und Qualität sehr anspruchsvolle Möbelfirma ein Verkaufshaus zu entwerfen und zu bauen, fordert den Architekten heraus, unterwirft ihn fachkundiger Kritik und ermöglichte eine Arbeit, die im Dialog unter engagierter Mitwirkung des Bauherrn entstand.

Bauherr Firma Behr Möbel GmbH
Architekt Aldinger Architekten
Planung 1983 – 1985
Bauzeit 1985 – 1986
BGF 3.800 qm
BRI 24.000 cbm
Baukosten